Grenzenlose Landschaftsträumereien
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Marita Haller
Hans Schopf

Grenzenlose Landschaftsträumereien

Kultur und Reiseführer Bayerischer Wald und Sumava

Fotos: Marita Haller, Annette Gaisbauer, Manfred Weber, Norbert Peter und Vaclav Sklenar

Beschreibungen der Aussichtspunkte und Wanderziele vom Hohenbogen zum Dreisessel und vom Lipno-Stausee/CR bis zum Teufelssee.

 

 

ISBN 978-3-937067-61-2, 184 Seiten, DIN A5, zahlreiche vierfarbige Fotos.  Preis:  16,90 Euro.

Mit dem Bildband „Grenzenlose Landschafts-Träumereien“  liegt ein Werk vor, das Ihre Seele berühren wird. Der Bayerische Wald, die tschechische Sumava und der österreichische Böhmerwald, früher insgesamt „Der Böhmerwald“ genannt, sind verschwenderisch mit allem bedacht, was einen Besuch lohnenswert macht. Die Autoren und Fotografen Marita Haller aus Zwiesel und Vaclav Sklenar aus Rehberg/Srni haben für Sie auch Motive aufgespürt, die nicht so leicht zugänglich sind, wie zum Beispiel die romantischen Arber-Schachten im Naturpark Bayerischer Wald, das „Strittige Filz“ und „Enzianfilz“ im Nationalpark Bayerischer Wald, oder die ehemaligen Anlagen der Kelten im Sumava. Als interessanter Rückblick wurden in diesem Bildband auch einige historische Postkarten aufgegriffen. Einige Wanderbeschreibungen stammen aus Wanderführern von 1861, 1878, oder 1888. Weitere Fotos stammen von Annette Gaisbauer aus Freyung und von verschiedenen Touristmusbüros aus dem Landkreis Freyung-Grafenau und dem Mühlviertel in Österreich.

Das grenzübergreifende Gebiet hat noch den Vorzug ursprünglicher Natur. Nicht Schwindel erregende  Felsrücken, sondern ein sanftes Mittelgebirge, mit der Unermesslichkeit immer grüner Wälder, wie sie in solcher Ausdehnung und Pracht kein anderes Mittelgebirge aufzuweisen hat, erwarten Sie hier. In dieser Region gibt es noch die Berge, wo der Naturfreund den unberührten, rauschenden Hochwald erleben darf, wie ihn der Naturpoet Adalbert Stifter begeistert geschildert hat. Diesen kostbaren Wald bedarf es zu pflegen, denn er bürgt für beste Luft- und Wasserqualität. Unerschöpflich sind die Wanderungen in diesem riesigen Waldgebiet.

 Auf einigen Bergen im Nationalpark Bayerischer Wald und im Sumava, wie z.B. auf dem Rachel, dem Lusen und dem Pürstling, hat leider der Borkenkäfer große Schäden verursacht. Nach dem Motto „Natur, Natur sein lassen“ will man beobachten, wie sich der Wald aus eigener Kraft helfen kann.

 Im Bayerischen Wald und im Sumava ist die schöpferische Naturkraft fühlbar. Geradezu eine feierliche Ruhe herrscht auf den Schachten (Hochweiden), wo die Waldwiesen grün-golden schimmern und mächtige, Jahrhunderte alte Buchen und Ahorne ihrem Alter trotzen. Sie stehen da, wie Wächter eines Schatzes, den Schatz der intakten Natur, die einfühlsame Förster über Jahrhunderte durch behutsame und naturnahe Waldpflege erhalten haben. „Auf den Schachten sehnt man sich an lauen Sommerabenden einem Fest der Waldelfen beizuwohnen, wenn sie im Mondschein tanzen und die Baumwipfel im Wind leise Melodien summen“, so schwärmt vor 150 Jahren ein Autor in einem Wanderführer und trifft damit auch heute noch mitten ins Herz jeden Wanderers, der auf diesen Inseln im Waldmeer verweilt.

 Die edelsten Perlen des Grenzgebirges sind die romantischen Karseen. Vielgestaltig ist das Landschaftsbild im grenzübergreifenden „Böhmerwald“, mit den eingestreuten, wohlgefälligen Waldbauernhöfen und Einöden, Weilern, Dörfern und Städten.

 Ein ausgedehntes Wander-, Rad- und Biker-Wegenetz, ein erlesenes Kulturangebot und kulinarische Delikatessen lernt der Genusshungrige hier kennen. Er durchstreift auch glasgeschichtlich bedeutungsvolle Stätten in ruhigen Tälern, in welchen es viel zu entdecken und noch mehr zu erleben gibt. Er lernt die herzliche Bevölkerung und ihre Gastfreundschaft kennen, die treu an ihren traditionsreichen Bräuchen hängt.

Der „Böhmerwald“ steht auch für Winterzauber. Vom Spätherbst bis ins Frühjahr hinein hüllt sich der Wald in einen Mantel aus weißen Daunen, der im strahlenden Sonnenlicht wie mit Diamanten bestückt funkelt. Zahlreiche Langlaufloipen und geräumte Winterwanderwege verführen dazu, sich in dieser traumhaften Natur sportlich zu betätigen.

Der „Böhmerwald“ birgt auch all die Schätze, aus denen schon vor Jahrhunderten begehrte Kunstwerke aus Holz, Stein und vor allem aus Glas geschaffen wurden. Glasmacher und Glasbläser formen noch immer mit großem handwerklichen Geschick und künstlerischem Talent kostbare Objekte aus dem facettenreichen transparenten Werkstoff.

Die Idee zu diesem Projekt stammt von Marita Haller aus Zwiesel. Vaclav Sklenar aus Srni hat sich sofort dazu bereiterklärt, bei diesem grenzüberschreitenden Werk mitzuwirken.

 Der Leser soll dazu angeregt werden, das Gebiet der „Grenzenlosen Böhmerwaldimpressionen“ zu besuchen, dabei in das Land der Landschaftsträumereien einzutauchen und seine Seele baumeln zu lassen.

 So versteht sich das Werk als Beitrag zur Wirtschaftsförderung im Grenzgebiet und als Anregung  zur Völkerverständigung, damit es irgendwann wieder heißt: „Unser gemeinsamer Böhmerwald“.

 Ohne die Unterstützung aus Mitteln des Dispositionsfonds wäre es nicht möglich gewesen, dass der Heimatverein d’ Ohetaler Riedlhütte e.V. als finanzschwacher Träger, dieses Werk in die Praxis umsetzt.


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Heimatverein " d'Ohetaler  Riedlhütte e.V."
Hans Schopf, Vorstand

Kühbergweg 28, 94566 Riedlhütte
Tel. 08553/97 888 70, Fax 08553 97 888 73
e-mail: ohetaler-verlag@gmx.de

Letzte Änderung: 14.05.2012 19:28